Comic-Symposium im Lateinamerika-Institut Berlin
Condorito und die Supermachos, der tragische Eternauta, die aus Schamanenphantasie entsprungenen Figuren eines Jodorowsky und die mystischen Stadtindianerinnen aus Buenos Aires halten Einzug nach Berlin. Comics und Superhelden erfreuen sich einer eingeschworenen Fangemeinde, nun entdeckt allmählich auch die Wissenschaft das Medium, das Text und Bild auf besondere Weise verknüpft.
Im Rahmen eines Symposiums am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin debattieren vom 22.-24. Oktober Wissenschaftler aus Lateinamerika, den USA und Deutschland über Comic-Kunst in Lateinamerika unter bild-, medien- und literaturwissenschaftlichen Fragestellungen und diskutieren auch die kulturpolitischen Kontexte, Marktmechanismen und Kanonisierungsprozesse im Comic-Genre.
Das Symposium beginnt heute um 18 Uhr, eine virtuelle Ausstellung von Juan Acevedo und die Vorführung des Dokumentarfilms “Los imaginadores” (Arg 2008) von Daniela Fiore über die Geschichte des Comics in Argentinien liefern erfreuliches Anschauungsmaterial. Am Freitag stehen die Superhelden von Rius und “El Santos” im Mittelpunkt. Auch der Eintritt realer Figuren wie Jorge Luis Borges oder Che Guevara in die fiktionale Comic-Welt wird dargestellt. Den Samstag dominieren mediale Fragestellungen und die Frage nach der Funktion des Comics in einer von Analphabetentum, Werbung und Kino beeinflussten Welt in der Provinz Mittelamerikas. Zum Abschlussgespräch am 24. Oktober über neue Comic-Räume im Internet ist das Berliner Comic-Studio MOGA MOBO geladen.
Thema und vollständiges Programm: Tiras y Tirajes. Variaciones y contextos del cómic latinoamericano. Lateinamerikanisches Comic-Symposium
Veranstaltungsdatum: 22.-24. Oktober 2009
Veranstaltungsort: Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin, Rüdesheimer Str. 54-56, U3-Breitenbachplatz
Sprache: Spanisch
Eintritt: frei
С чистым юмором.